Morcote entdecken

1999 veröffentlichte der Verlag Macchione das Werk „Morcote, la perla del Ceresio“ (dt. Morcote. Die Perle des Luganersees) von Adriano Antonini und Carlo Meazza. In diesem liebevoll verfassten Buch werden auf weniger als hundert Seiten die kunsthistorischen Sehenswürdigkeiten des Dorfs vorgestellt. Hier einige Passagen, ausgehend von der Herkunft des Namens, der stark und prägend den Charakter des Orts, seine Geschichte und die tiefen Gefühle, die die Bewohner seit jeher zu ihrem Dorf empfinden, in vollem Umfang beschreibt. Der Name Morcote kommt vom lateinischen Begriff MORA, der eine felsige Region bezeichnet, und von CAPUT, was so viel wie Kopf oder Ende bedeutet. MORAE CAPUT heisst daher Ende des Bergs oder des Felsens, Spitze der Halbinsel. In einer Urkunde von 926 wird zum ersten Mal die Bezeichnung für einen Einwohner Morcotes erwähnt: HABITATOR IN MURCAU. Als die antike Ortschaft Morcò auf dem Höhepunkt ihrer Blütezeit war, hatte die Siedlung die Form eines Amphitheaters und erstreckte sich von Vico Morcote bis Porto Ceresio, der damals Porto Morcote hiess. Bis 1847, dem Jahr, in dem die Melide-Seedammbrücke gebaut wurde, pendelten grosse Kähne und Flösse zwischen Morcote und Porto Morcote, um Passagiere und Waren zu transportieren, da dies damals der schnellste Weg war, um Varese, Como und Mailand zu erreichen. 1412 verliehen die Herzöge von Mailand den Bewohnern Morcotes Sonderstatuten, Vorrechte und ein Wappen, was ihnen Autonomie und das Recht einbrachte, die Volksrepublik auszurufen und das öffentliche Vermögen zu verwalten. Die gewährten Vorrechte umfassten auch das Marktrecht wie den Verkauf von Fisch in Mailand und die Befreiung von Zöllen. Für diese Rechte zahlten die Bewohner Morcotes den Visconti 100 Gulden und führten dann später Steuern an die Sforza, die Rusca, die Sanseverino, die Spanier, die Franzosen, die Österreicher und zuletzt in den drei Jahrhunderten unter schweizerischer Herrschaft den Landvogt ab. Der Ausbruch der Pest von 1432 setzte der damaligen Blütezeit ein Ende, und es überlebten von ursprünglich 2000 Einwohnern nur die Mitglieder von sieben Familien. In den auf die Pest folgenden Jahren brachte Morcote seine berühmtesten Einwohner und deren Familien hervor. In Morcote wurden zahlreiche berühmte Persönlichkeiten geboren – Ingenieure, Architekten, Maler, Bildhauer, Stuckateure, Ziselierer, Ärzte, Wissenschaftler, Literaten und Handwerker –, die auswanderten und zur Schaffung der westlichen Kultur in vielen europäischen Ländern beitrugen. Einen Anteil daran hatte auch der Architekt Giuseppe Fossati, der 1623 die Schule der Comacini Morcotesi gründete, wo Handwerker auf ihre Auswanderung und ihre langen Wanderjahre vorbereitet wurden. 1902 wurde die Schule der Comacini Morcotesi geschlossen und gleichzeitig die kantonale Zeichenschule eröffnet. Heute ist Morcote eine renommierte Urlaubsdestination und gehört zu den von Touristen meistbesuchten Orten im Tessin. Zu verdanken ist dies seinen charakteristischen Gässchen, den Arkaden der alten Patrizierhäuser und den architektonisch hochwertigen Denkmälern wie der Kirche Santa Maria del Sasso im Renaissance- und Barockstil, die über dem Dorf thront und in ihrem Innenraum kostbare Kunstwerke bewahrt. Atemberaubend ist das Panorama, das Sie auf der Freitreppe mit ihren 404 Stufen geniessen, die zum in Terrassierungen angelegten Friedhof führt. Auch der Torre del Capitano oder die Kirche Sant’Antonio Abate verströmen eine kunst- und geschichtsträchtige Atmosphäre. Wer die schöne Landschaft in vollen Zügen geniessen möchte, kann den Scherrer-Park besuchen, der nicht weit vom Dorf in Richtung des Monte Arbostora liegt. Dort tauchen Sie in die Natur ein und befinden sich im Einklang mit der Geschichte der Personen und Dinge, die mit dieser Ortschaft verbunden sind.

 

Cancelleria Comunale
del Comune di Morcote

Riva da Sant Antoni 10
CH-6922 Morcote
Tel. +41 91 986 00 00
municipio@morcote.ch
www.morcote.ch
Ente Turistico del Luganese
Riva dal Garavèll 16
CH-6922 Morcote
Tel. +41 58 220 65 02
morcote@luganoregion.com
www.luganoregion.com

Apertura dal 2 aprile

al 29 ottobre 2022

Lunedì – venerdì:
09.00 – 12.00 / 13.00 – 18.00

Sabato e festivi
10.00 – 12.00 / 13.00 – 17.00

domenica: chiuso

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