San Rocco

San Rocco Kirche

Zwischen 1548 und 1553 nach Entwürfen von Arturo Maspoli erbaut. Alle Maurerarbeiten sowie sämtliche Dekorationen wurden von den Einwohnern von Morcote in Fronarbeit ausgeführt. Die Kirche wurde San Rocco geweiht, dem Schutzpatron der Pestkranken.

 

Öffnungszeiten: 16:30 – 17:30

 

Die Kirche wurde für die Bewohner des östlichen Teils von Morcote vom Baumeister Arturo Maspoli von 1548 bis 1553 in einer Zeit, in der die Pest wütete, errichtet und daher dem hl. Rochus, dem Schutzpatron der Pestkranken, geweiht. Die ganze Bevölkerung trug spontan zum Bau von drei Kirchenschiffen und drei Altären bei. Bei den mittleren Figuren des Hauptalters handelt es sich um Gemälde, die aus dem Jahr 1787 stammen und einem gewissen Isella sowie einem gewissen Dubini zugewiesen werden. Der Marmoraltar links ist der Jungfrau Maria geweiht und wurde 1902 vom Bildhauer Tiravanti angefertigt. Die Stuckarbeiten des rechten Altars wurden vom Bildhauer Massari 1797 gearbeitet und 1954 von Amleto Isella, einem Stuckateur aus Morcote, restauriert. Die Steinbalustrade des Hauptaltars und das Weihwasserbecken befinden sich seit dem Umbau der Hauptkirche 1786 in diesem Gotteshaus. Der frühere Ziegelsteinboden wurde 1928 erneuert, später, d. h. im Jahr 1954/1955, wurden dann unter der Leitung des Architekten Raul Casella mehrere Restaurierungsarbeiten in der ganzen Kirche durchgeführt. Adriano Antonini, Keramiker und Künstler aus Morcote, konzipierte und realisierte eigens für die Kirche San Rocco Fliesen, die die 14 Kreuzwegstationen darstellen, und spendete sie der Dorfgemeinschaft und all jenen, die die Ortschaft jedes Jahr besuchen. Zusammen mit der Pfarrei und der Gemeinde liess der Verein Associazione degli Amici dei Restauri del Complesso Monumentale di Morcote 2015 den Wunsch Adriano Antoninis, sein Werk in der Kirche San Rocco zu sehen, Wirklichkeit werden, und am 12. Dezember desselben Jahres wurde die Ausstellung in der Kirche eröffnet. Die Architektinnen Mariella Malacrida und Caterina Hörtig befassten sich mit dem strukturellen Konzept und der Verlegung des Kreuzwegs und, wie Claudia Fabrizio schrieb, wählten sie als Unterlage geätztes Blech, das mit seinem Glanz und den es durchziehenden Rostspuren unweigerlich auf das Konzept der verstreichenden Zeit verweist und das um die Harmonie des Werks mit den Wänden noch besser zur Geltung zu bringen.